Space Döner from outta Hell…

Ich muss zugeben, ich bin Döner-Süchtig. Sozusagen „addicted to Döner“.

Nun ja, eigentlich bin ich es geworden nur aus Ermangelung an Alternativen in der näheren Umgebung meines Wochentags-Domizils im schönen Owwebach. Da zu faul um sich abends nach einem harten Tag im Büro noch an den Herd zu stellen war es oft einfacher sich in der benachbarten Dönerbude meines Vertrauens schnell einen Döner zu holen. Anfangs nur einen pro Woche. Wegen den Kalorien. Wegen der Gesundheit. Wegen dem Gestank.
Doch dann wurde aus einem Döner schnell zwei. Dann drei. Und hinterher haben keine kleinen Döner mehr meine Bedürfnisse befriediegt, es mussten große Döner her! Mehr Fleisch, mehr Zwiebeln, mehr Knoblauchsoße, mehr Pepperoni.

Und dann, quasi auf dem Höhepunkt meiner Sucht, war alles vorbei.
Die Döner-Bude machte ohne Vorwarnung Sommerferien. Einfach so. Von heute auf morgen. Ohne sich von mir abzumelden. Der Schock saß tief und nach einiger Zeit der Trauer erinnerte ich mich an eine alternative Döner-Station, nicht unweit meines Stammdöners. Doch zufälligerweise war auch dieser Hort des Fleischspießes zeitgleich in Anatolien auf Heimaturlaub. War hier die Döner-Mafia am Werk? Waren höhere Mächte im Spiel? Mit Sicherheit! Zwei Dönerläden zeitgleich im Betriebsurlaub? Zufall? Oder ein weiterer Fall für X-files, ungelöste Fälle des FBI.

Nun gut, ich war zwar angefixt aber noch immer ein ungebrochener Mann. Die drei Wochen konnte ich auch noch ohne Döner aushalten. Aber es blieb nicht bei drei. Es wurden vier. Dann fünf, sechs, sieben, acht. Die BEIDEN Läden machten schlußendlich gar nicht mehr auf. Panik, Entsetzen machte sich breit. Wo sollte ich mir zukünftig meinen wöchentlichen Cholesterinschub besorgen?

Also: neuen Döner-Dealer ausfindig machen. Zentral gelegen, am besten direkt von der Arbeit mit dem Auto erreichbar.

Er war schnell gefunden: ein unscheinbarer Laden, direkt an der Bieberer-Hauptstrasse. Also nix wie rein und die Sucht mit einem großen Döner befriedigt. Aber irgendwas stimmte hier nicht. Etwas war anders als sonst…
Ich wurde wach. Mitten in der Nacht. Verschwommen konnte ich auf meinem Wecker 03:00 Uhr erkennen. Und ich war nicht alleine im Schlafzimmer. Ich hatte Besuch. Ich sah Gesichter. An der Wand. Direkt vor mir. Gesichter die ich nicht kannte, aber sie waren da. Fast Zweifels ohne. Hätte ich nicht zeitgleich stechende Bauchkrämpfe gehabt hätte ich schwören konnen, ich würde schlafen. Tat ich aber nicht. Diese Tatsache beunruhigte mich ein wenig…

Wo kamen diese Gesichter her, was wollten sie von mir? Wie kann ich machen, dass sie weg gehen? Nach ca. 2 Litern Wasser klärten sich meine Gedanken. Die Gesichter verschwanden, doch der stechende Schmerz im Magen blieb. Ebenso wie die Frage, woher mein Hirn auf einmal sich die Freiheit nahm mir Gesichter zu senden. Da ich an diesem Abend nicht mehr als die übliche Menge an Alkohol konsumiert hatte blieb also nur der Döner als Auslöser dieser Halluzinationen.

War es wirklich Kümmel, den der freundliche Dönerbäcker mir über das Brot streute? War das weiße Zeug aus der ominösen Dose wirklich Knoblauchsoße? Waren die harten runden und bunten Stücke im Döner wirklich Zwiebeln und Tomaten? Oder steckte hinter alle dem mehr…

Gibt es in vielleicht in Owwebach Coffeshops? Gut getarnte Coffeshops in Form von unschuldigen Dönerbuden. Existieren wirklich Döner-Coffeshops in Owwebach? Wo sanfte und harte Drogen im Schutzmantel eines Döners an das zahlende Volk gebracht wird? Gut, 15 € schienen mir für einen Döner am Anfang auch etwas happig. Doch ich war auf Entzug, ich brauchte das Zeug! Eine mögliche bahnbrechende Geschäftsidee der Döner-Mafia.

Nachdem ich diese Geschichte meinen Mitgrillern des O.S.G.C.s vorgetragen hatte wurde aber neben schallendem Gelächter schon wenig später so manch ein Griller neugierig und wollte zu reinen Selbstzwecken gerne mal die Adresse erfahren um am eigenen Leib die Wirkungen eines Space-Döners zu erleben. High on Döner, sozusagen.
Sportzigarretten waren gestern. Space-Döner ist heute.

Bei Bedarf kann ich gerne bei persönlichem Kontakt die Adresse weiterleiten…

Harley (wieder clean)

One Reply to “Space Döner from outta Hell…”

  1. Also, da mein Gewissen mir keine Ruhe gab, habe mich heute kurzerhand entschlossen mich beim FBI zu melden. Ich habe mich dort mit Dana Katherine Scully und Fox William Mulder verbinden lassen und habe den die Vorfälle geschildert. Sie werden also demnächst im Rhein-Main, genauer gesagt in Owwebach sehen lassen. Da dies wirklich nicht mit rechten Dingen zugehen kann. Das sind Vorfälle denen man auf den Grund gehen sollte und muss. Es kann ja nicht sein, dass man ahnungslose Mitbürger auf eine so subtile Art an Drogen ranführen möchte. Aber war es wirklich der Döner???

    Infolgedessen, wenn man für 15 € eine solchen Döner bekommt, wird sicher bald ganz Owwebach von sonst ins angrenzende Nachbarland Niederlande fahrenden Mitbürgern, besiedelt sein.

    Wir sollten auch mal persönlicher dieser Sache auf den Grund gehen, um zu schauen ob Harley nicht doch dort zu viel Arbeitet.

    Wann ist eine Grillung in Owwebach angesagt??? Oder besser wann gibt es den nächsten Döner??? :alien:

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