Es ist vollbracht

Am gestrigen Freitag war es endlich so weit. Nach der Arbeit fuhr ich direkt nach Pulheim zu Maik zum tätowieren. Da ich relativ gut und mit wenigen Staus über die Autobahn A1 nach Pulheim gekommen war, hieß es für mich noch warten, da ich meinen Termin erst um 19 Uhr hatte. Also hieß es für mich noch warten und langsam darauf vorbereiten. Die zeit nutzte man also sinnvoll, indem man in dieser Mappen oder Zeitschriften blätterte. Somit wurde die Zeit zumindest überbrückt. Da Maik noch einen Termin hatte, der sich ein wenig herauszögerte, habe ich schon einmal Getränke (kein Alkohol, sondern Cola!) für uns geholt. Natürlich sollte Maik sich auch ein paar Minuten ausspannen können, damit er wieder gestärkt und konzentriert sich an meinen Arm machen konnte.

So gegen knapp 20 Uhr, nachdem wir uns noch ein wenig über Gott und die Welt unterhalten hatten, ging es endlich los. Maik bereitete seine Sachen wir immer sehr akribisch vor. Nadeln und Köpfe wurden vorbereitet, die Maschine und das Kabeln steril verpackt und die Farben und die Creme bereitgestellt. Nachdem Maik den „Abdruck“ auf den Innenarm gebracht hat, wurde es endlich wahr. Mein 8Ball mit Flammen war zumindest schon auf dem Arm zu sehen. Nun ging es daran diesem „Abdruck“ mit Farbe zu füllen.

In diesem Moment fing auch an die Maschine zu surren und ich verspürte ein kribbeln unter meiner Haut. Zuerst wurden die Linien gezogen, was ich wirklich nicht als schmerzvoll empfand. Dies habe ich mir vorher bedeutend schlimmer vorgestellt. Aber zum Glück kam es ja anderes! Langsam aber sicher zeigten sich schwarze Linien auf oder besser unter meiner Haut. Diese Prozedur dauert dann knappe 50 Minuten. Danach waren die Umrisse des 8Ball und der Flammen zu sehen.

Nun konnte man sich direkt an das ausmalen der Linien machen. Zuerst wurde der 8Ball geschwärzt und mit einem leichten Lichteffekt versehen. Diesmal empfand ich das ausmalen etwas schlimmer als bei den Chinesischen Zeichen auf der Wirbelsäule. Aber auch dies hatte ich mir unangenehmer vorgestellt. Jetzt waren aber noch die Flammen dran. Dies sollte dann die erste Farbe (schwarz nicht inbegriffen) unter meiner Haut werden. Ich konnte natürlich nicht die Augen von der Nadel lassen und schaute fast permanent zu wie weitere neue Farbe unter meine Haut kam. Auf eine Art ist es ja schon leicht pervers wenn man sich einer solchen Prozedur unterzieht und dabei zuschaut. An einigen Stellen war es schon beim ausmalen ein komischen Gefühl und wie Maik mir ja schon vorher versprochen hatte, fing meine Haut leicht an zu brennen, was aber noch relativ erträglich war. Es war kaum Blut ausgetreten was auch die Sache für Maik etwas einfacher machte.

Nach knapp 2 Stunden war es dann endlich soweit, mein Innenarm zierte ein 8Ball mit Flammen! Nun wurden noch schnell ein paar Fotos für Maiks Mappe und Internetseite und natürlich auch für mich gemacht. Nachdem Photoshooting wurde das frische Tattoo noch mit der Creme eingeschmiert und schön unter Frischhaltefolie verpackt, so dass die Wunde fürs erste geschützt war. Nach einen kleinen Plausch und natürlich der Bezahlung war der Abend für uns beide vorbei und unsere Wege trennten sich fürs erste.

Die Nacht war relativ entspannend, da ich gut mit dem neuen Tattoo schlafen konnte, anders als nachdem tätowieren auf dem Rücken. Nun heißt es schnell in die Apotheke und Bepanthen Salbe holen, damit das neue Tattoo schön abheilen kann und ich weiterhin viel Spaß daran habe.

Also, auch dieses Kapital wurde erfolgreich abgeschlossen und wenn ich ehrlich sein soll, wird es sicherlich nicht das letzte Kapitel zum Thema Tätowieren sein. Maik wird sich sicherlich freuen mich wieder zu sehen, auch wenn es erst zum Konzert der Meteors in Düsseldorf sein wird!

Das Ergebnis der Arbeit seht Ihr hier

3 Replies to “Es ist vollbracht

  1. und ich kann mir jetzt das ganze geheule anhören, dass es spannt, juckt und abblättert………………jammerlappen :tongue:

  2. Wenn ich nächste Woche nach IKEA fahre, kaufe ich dir einen Pinken Bilderrahmen :biggrin:
    Du weißt schon warum!! 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.